Tipps

von A bis Z


Allgemeines Die Tipps basieren zumeist auf unseren ganz persönlichen Erfahrungen. Manches lässt sich bestimmt verallgemeinern, in anderen Punkten wird aber jeder, der will, seine eigene Erfahrungen machen. Wir versuchen, diese Seite nach und nach weiter auszubauen.
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Autofahren Je kleiner die Straße, desto interessanter in der Regel die Fahrt. Fast überall im Land gilt diese Grundregel. Die Kiesstraßen sind für Karosserie und Insassen zwar nicht immer die schonendste Fortbewegungsart, man kommt auch nicht besonders zügig vom Fleck, aber es gibt meistens etwas zu sehen: Wälder, Seen, Wiesen, Bauernhöfe, wilde und weniger wilde Tiere, einsame rote Häuschen mal links, mal rechts. Wenn man langsam genug fährt, kann man sogar gute Pilz- oder Blaubeerstellen ausfindig machen.
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Baden In den zahllosen Seen besteht massenhaft Gelegenheit zum baden. Im Sommer wird die Wassertemperatur dank der langen Sonneneinstrahlung oft 20°-25° C. Zum Teil allerdings sind die Gewässer im Uferbereich auch etwas sumpfig oder stark eingeschilft. An anderen Stellen wiederum erschweren spitze, scharfe Steine das Badevergnügen. An den offiziellen Badestellen, die nur selten überlaufen sind, findet man jedoch meistens angenehme Sandstrände, Liegewiesen, Sitzgelegenheiten und zum Teil auch weitere Infrastrukturen, die aus dem Bedesee eine Art Freibad ohne Eintrittspreis machen. Wer es gerne einsamer haben möchte, findet aber mit etwas Geschick auch seine ganz persönliche, einsame Badestelle.
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Blaubeeren Mit ihren roten Verwandten, den Preißelbeeren, bedecken sie wie Moosteppiche den Waldboden zwischen Schonen und Lappland. Hauptnahrungsmittel der Bären im Sommer. Wenn man denkt, man hat die beste Sammelstelle gefunden, sieht man sich wenig später meist doch wieder getäuscht, wenn man wieder eine bessere Stelle gefunden hat. Eine Delikatesse: Blaubeerpfannekuchen, Blaubeermarmelade (am besten, man nimmt einen Vorrat an Marmeladengläsern mit) oder einfach Baubeeren pur! Rotblaue Finger, Lippen und Zungen sind in jedem Fall garantiert. Der Fuchsbandwurm ist bisher in Schweden übrigens noch nicht aufgetreten.
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Elche Das ganze Land ist auch von ihnen voll, besonders im smaländischen Hochland wimmelt es in den Wäldern von Elchen. Trotzdem ist es - im Gegensatz zu den Blaubeeren - nicht ganz einfach, welche zu Gesicht zu bekommen. Sie bewegen sich extrem leise und sind trotz ihrer imposanten Körpergröße kaum zu erkennen. Am leichtesten sieht man sie vom Auto aus, denn aus irgendeinem Grund nehmen die Tiere motorisierte Fahrzeuge nicht als ernsthafte Feinde wahr. Deshalb gehören Elchunfälle in Schweden auch zu den häufigsten Unfallursachen. Gerade in den Dämmerstunden kann die Begegnung mit einem solchen Tier auf der Straße sehr gefährlich werden.
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Einkaufen In den meisten größeren Orten findet man einen Supermarkt: ICA, Coop, Wiilis und Hemköp sind die Marktführer. Daneben gibt es auch noch einige Lidl-Filialen. Je größer der Markt, desto länger die Öffnungszeiten. Vielfach haben die Supermärkte auch bis abends spät und auch am Sonn- und Feiertag geöffnet.
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Essen und trinken Das Lebensmittelangebot im Supermarkt gleicht dem deutschen in weiten Teilen. Z.T. ist die Produktauswahl etwas größer (z.B. beim Fisch) z.T. auch etwas geringer (z.B. beim Käse). Auch die Preise sind denen in Deutschland weitgehend vergleichbar. Ausnahme sind hier vor allem alkohohaltige Produkte, die quasi nur in staatlichen Spezialgeschäften ("Systembolaget") und für recht hohe Preise verkauft werden.
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Geld Schweden gehört zwar zur EU, nicht jedoch zur Euro-Zone. Bezahlt wird mit Kronen (SEK), die sich wiederum in 100 Öre teilen. Die Krone hatte in den vergangenen Jahren kontinuierlich gegenüber DM und Euro an Wert verloren. Nach teils gravierenden Wechselkursschwankungen infolge der Finanzkrise 2009 hat sich der Kurs wieder ungefähr auf dem Niveau von 1 Euro zu 9 Schwedischen Kronen eingependelt.

Banknoten bekommt man in Deutschland am Schalter zu sehr ungünstigen Konditionen. Besser hebt man das Geld an Ort und Stelle am Automaten ab, oder bezahlt mit Karte. Akzeptiert werden die gängigen Kreditkarten und vielfach auch die normale EC-Karte.
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Jedermannsrecht Nach schwedischem Recht kann jeder Einwohner wie auch jeder Tourist die Natur zu einem gewissen Grade nutzen, sofern er sich an gewisse Bedingungen hält. Einfach ausgedrückt: Nutzen ohne zu beschädigen, sich frei bewegen ohne zu gefährden. So ist z.B. das Wildcampen in der Natur erlaubt, ebenso das Beeren- und Pilzesuchen. Genauso stehen die zahllosen Seen zum Baden in der Regel frei. Immer sollte jedoch darauf geachtet werden, die Natur nicht zu zerstören, besonders beim Feuer machen gelten strenge Regeln, um Waldbrände zu vermeiden. Nicht vom Jedermannrecht gedeckt ist das Fischen und Jagen. Hierfür bedarf es meist einer gesonderten Genehmigung.
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Klima Das Klima im småländischen Hochland unterscheidet sich etwas vom deutschen: Zum einen sind die Jahreszeitenunterschiede größer, d.h. die Sommer sind verhältnismäßig warm, ähnlich wie in Mitteleuropa, die Durchschnittstemperaturen im Winter liegen jedoch deutlich tiefer. Dadurch werden die Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst von stärkeren Entwicklungssprüngen geprägt. Während im April/Mai innerhalb kürzester Zeit der Frühling einzieht, um sofort dem Sommer Platz zu machen, stürzen im Oktober u.U. die Temperaturen genauso schnell wieder ab. Ein Hauptgrund für dieses Klima liegt in den größeren Tag-Nacht-Unterschieden: Je nördlicher man kommt, desto länger werden im Sommer die Tage und im Winter die Nächte. In den nördlichsten Regionen Schwedens verstärkt sich dieser Effekt weiter: So können in Lappland durchaus im Sommer 30° erreicht werden, während im Winter in der eisigen Polarnacht mehrmonatiger Dauerfrost und Spitzenwerte von 40° minus möglich sind. Eine zweite Ursache ist der leicht kontinentale Wettereinfluss, der im Sommer vorwiegend trocken-warme Festlandluft über die skandinavische Halbinsel treibt.
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Kriminalität In der internationalen Kriminalitätsstatistik belegt Schweden weltweit einen hervorragenden 13. Platz, erstaunlicher Weise dicht gefolgt von Deutschland. Das heißt also: Nur in zwölf Ländern der Erde lebt es sich sicherer. Aber eben auch: Es lebt sich kaum sicherer als in Deutschland. Soweit die Statistik. Im ländlichen Raum hat man als Urlauber allerdings schnell den Eindruck, dass das Verbrechen bis hier hin noch keinen Einzug gehalten hat. In der Tat konzentrieren sich Diebstahl oder Gewaltverbrechen vor allem auf die wenigen Ballungsräume (Stockholm, Göteborg, Malmö), aber völlig unbesorgt sollte man sich auch im smaländischen Hochland nicht verhalten. Zumindest der Diebstahl von Brennholz im Wald bringt mancherorts der Polizei viel Beschäftigung. Der besonderes gute Ruf schwedischer Krimis hat möglicher Weise auch damit zu tun, dass die Phanatsie vielleicht gerade dort am wildesten ist, wo es in der Realität am ungefährlichsten ist.
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Malerei Mit schwedischer Malerei assoziieren viele zunächst einmal Carl Larsson, und das nicht ganz zu unrecht. Obgleich er sich als "ernsthafter Künstler" nie so ganz durchsetzen konnte, wirkte er doch um die Wende zum 20. Jh. in seinem Land geradezu stilbildend, und zwar weniger auf die Malerei als vielmehr auf die Gestaltung des eigenen Hauses - innen wie außen. Vieles was uns heute als typisch schwedischer Wohn- und Einrichtungsstil erscheint, geht auf seine damals eher wenig konformen künstlerischen Ideen zurück, die er in seinem Haus in Dalarna nach und nach verwirklichte. Neben Larsson erfreut sich international der deutschstämmige Småländer John Bauer großer Beliebtheit. Wie kein anderer beherrschte er die Kunst, die Stimmung der schwedischen Wälder auf Leinwand und Papier einzufangen und mit allerlei Fantasie- und Fabelwesen zu bevölkern. In Jönköping gibt es ein eigenes John-Bauer-Museum. Und Elsa Beskow, die Kinderbuchautorin? Gewiss wird man sie nicht neben Rembrandt oder Van Gogh stellen wollen, aber als und Kinderbuchillustratorin ist sie bis heute unerreicht. Wer ihre Bilderbücher genau betrachtet, findet dort mehr schwedische Natur als in so manchem Fotobildband.
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Musik Schweden: Ein Land der Musik? Berühmte schwedische Komponisten? Die "großen drei" der skandinavischen Musik kommen alle aus den Nachbarstaaten: Grieg aus Norwegen, Sibelius aus Finnland und Gade aus Dänemark. In Schweden gibt es aber nichts desto trotz eine breite und vielfältige Musikkultur. Im Sommer gibt es alerorten sog. Allsångs-Veranstaltungen, bei denen das Publikum mitsingen kann. Einen besonderen Stellenwert hat der Bereich der Chormusik, der mit Erik Eriksson oder Robert Sund zwei weltberühmte Chorleiter hervorgebracht hat. Zeitgenössischer Jazz findet auf hohem Niveau statt. Rockfestivals (z.B. Hultsfred) und Pop (Abba) haben Weltruf. Und nicht zu vergessen Georg Riedel, der Komponist der allermeisten Astrid-Lindgren-Lieder. Was wären Bücher und Filme ohne die geniale Musik des namentlich weitgehend unbekannten Komponisten?
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Ohne Auto Auch ohne Auto kann man in Schweden gut Urlaub machen. Wir haben es selbst ausprobiert. Hier ein kurzer Erfahrungsbericht.
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Ortsrand oder
Alleinlage?
Häuser in Alleinlage gibt es in Schweden auffallend viele. Oft liegen sie idyllisch am Straßenrand und blicken von hier besonders einsam in die Landschaft. Einige lassen sich auch als Ferienhaus mieten. Wer es ganz einsam liebt, sollte vorher jedoch genau die Zufahrtsstraße prüfen. Auch wenn sie z.T. nur wenig befahren werden, geht von den mit Tempo 90 vorbeirasenden Autos oftmals nicht nur Krach, sondern für kleinere Kinder auch Gefahr aus. Das Häuschen sieht von der Straße gesehen idyllisch aus. Die Straße jedoch sieht vom Häuschen gesehen gar nicht idyllisch aus. Unser Haus in Krogstorp in Alleinlage liegt an einer nur von 20 Anliegern genutzten Straße und von dieser noch einmal mehr als 100 m entfernt. Häuser am Ortsrand haben oftmals den Vorteil, dass man meist kaum Verkehr hat und gleichzeitig ein wenig Leben um sich herum spürt.
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Rentiere Neben den Elchen, mit denen sie von Kontinentaleuropäern gelegentlich verwechselt werden, die typischsten Säugetiere Skandinaviens. Sie sind deutlich kleiner, bewegen sich sehr elegant und sind weit weniger scheu. Dies liegt v.a. daran, dass sie keine Wildtiere im strengen Sinne sind, auch wenn sie sich in der Regel frei im Gelände bewegen. Sie gehören doch zu großen Herden, die quasi das ganze Jehr über auf Wanderschaft sind, immer auf der Suche nach geeigneten Futterplätzen bzw. auf der Flucht vor den Stechmücken, die in den Sommermonaten das Leben in den lappländischen Sumpfgebieten fast unmöglich machen. In dieser Zeit ziehen sie entlang des norwegisch-schwedischen Grenzgebirges südwärts bis hinab in die Fjällgebiete Dalarnas. In Småland allerdings trifft man sie höchstens im Tierpark an.
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Tanken Das große Tankstellenproblem beginnt eigentlich erst nördlich von Stockholm. Je nach Gegend sollte man hier die Tankuhr regelmäßig im Auge behalten. Im Süden aber findet man in der Regel doch spätestens alle 20-30 km eine Zapfsäule. Unser "Feind" sind die Tankomaten, die sich seltsamer Weise im Land großer Beliebtheit erfreuen: Im voraus Geld einwerfen, danach erst läuft das Benzin. Wenn man volltanken will, braucht man nicht nur ein feines Gespür für den Tank, sondern auch die passenden Geldscheine.
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Verkehr und Verkehrspolizei Die schwedische Verkehrspolizei gilt als streng, und die schwedischen Autofahrer gelten als diszipliniert und rücksichtsvoll. Auf der Autobahn fährt man oft in gleichmäßiger und lockerer Kolonne stressfrei bei Tempo 110 kilometerweit, ohne dass ein Überholmanöver, ein Drängler oder sonst etwas Aufregendes für Abwechslung sorgt. Wer allerdings viel auf Landstraßen unterwegs ist, wird feststellen, dass es auch Ausnahmen von der Regel gibt. Besonders auf den kleinen Kiesstraßen sollte man sich vor Postautos ein wenig in acht nehmen. Spaziergänger sind hier auffallend oft mit Warnwesten unterwegs, vermutlich nicht ganz ohne Grund. In puncto "Alkohol am Steuer" sollte man in jedem Fall auf der Hut sein, denn hier wird offenbar besonders rabiat durchgegriffen.
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